1:@GN.
2:Aktivitäten .
3:Fahrten.
4:Bayerischer Wald.


Seit 1996 ist es am Gymnasium Neubiberg Tradition, dass Schüler der 9. Jahrgangsstufe an einem Schullandheimaufenthalt im Bayerischen Wald teilnehmen. Unser Quartier ist das Jugendwaldheim, das außerhalb der Gemeinde Hohenau liegt, unmittelbar am Felswandergebiet des Nationalparks.
Das Programm ist so ausgelegt, dass die Projektwoche zunächst eine erste Erkundung der näheren Umgebung mit Unterstützung der Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung vorsieht. Das engagierte Betreuungspersonal (Ranger, Zivildienstleistende, Praktikanten, Waldparkführer) weist hierbei anschaulich auf die Nationalparkidee hin: „Natur Natur sein lassen“ und erklärt z.B., warum man in der Kernzone des Nationalparks nichts unternnimmt, um den Borkenkäfer zu bekämpfen. Die Problematik der diversen Umwelteinflüsse wird hier augenscheinlich, wobei man die Bedeutung des Totholzes (z.B. Nistplätze für die Spechte) erkennt und das Nachwachsen einer neuen Waldgeneration (lichter Mischwald) beobachten kann. Die Folgen von Naturkatastrophen, wie Windbruch oder enorme Schneelasten, werden nicht weggeräumt, sondern der Wald darf sich selbst regenerieren – wo kann man so etwas besser verstehen als im Nationalpark!
Um das Programm für die Schülerinnen und Schüler möglichst abwechslungsreich zu gestalten, werden auch Exkursionen in die nähere Umgebung veranstaltet, z.B. zum Keltendorf „Gebreta“, zur Glasherstellung beim „Scherben Köck“, zum Silberbergwerk in Bodenmais und zum „Haus der Wildnis“.
Das Highlight im Schulllandheim ist aber die Zusammenarbeit mit Studenten der forstwirtschaftlichen Fakultät Weihenstephan. Im Rahmen ihrer akademischen Ausbildung betreuen die Studenten in einer Prüfungssituation Kleingruppen der Schüler. Prof. Vogl, der Leiter dieses Seminars, hat wiederholt bestätigt, dass unsere Schüler großes Interesse zeigen und sich rege beteiligen. Der engagierte Einsatz der Studenten ermöglicht es unseren Schülern, auf den Spuren eines zukünftigen Försters z. B. die „Nachhaltigkeit“ des Waldes unmittelbar vor Augen geführt zu bekommen. Vor allem die anregenden Diskussionen zeigen Jahr für Jahr, wie das Problembewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler durch die Exkursion gestärkt wird; auch eine Nachtwanderung, von den Studenten bestens organisiert, fehlt im Rahmenprogramm nicht und bleibt bei den Teilnehmern in bleibender Erinnerung.
Gefördert und intensiv betreut von der Fachschaft Biologie gelingt mit dieser Exkurswoche eine fruchtbare Kooperation von Schule und Universität, die in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll. Die ganzheitliche Bildung der Schülerinnen und Schüler im Sinne eines aktiven Naturschutzes steht bei der Projektwoche in Hohenau im Vordergrund, doch auch das Gemeinschaftserlebnis in der Gruppe kommt zu seinem Recht.