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Mittelalter goes to Hollywood

Autor: Fabian Joß, Lukas Hardi, Bernhard Räde

 

Schon auf dem Weg zur Burg, werden wir in eine heftige Ritterschlacht verwickelt. Im hintersten Verlies fanden wir den im Kerker eingepferchten Pöbel vor. Für alle diejenigen, die jetzt glauben, wir hätten einen Zeitsprung ins Jahr 1200 gemacht oder eine Rolle in der TV-Serie "Die Burg" bekommen, sind auf dem Holzweg. Wir befinden uns im Jahre 2005 im Gymnasiun Neubiberg beim Projekttag.

Die holden Maiden, Frau Dr. Kubik-Heindl und Frau Brantl-Schweiger, versuchen vergebens die aufgewühlte Meute mit Sanktionen zu bändigen. Ihre Strafen sind keineswegs mittelalterlich, wie Daumenschrauben und Streckbank, sondern ganz modern und pädagogisch wertvoll: Aufsplittung der Menge in zwei Parteien, gut und böse, das heißt Comiczeichner und Theatergruppe.

Die Comiczeichner spitzen ihre Federn und füllen ihre Tintenfässer, um uns den Knigge für Ritter anschaulich beizubringen. Die Theatergruppe jedoch, von der zumindest ein Teilnehmer wissen müsste, wie man Drehbücher schreibt, zeichnet sich nicht durch kühne Heldenvorstellungen aus. Ihr Dokumentardrama handelt nicht, wie vermutet, von reizenden Liebesgeschichten tapferer Ritter, sondern bezeichnet den Karriereweg eines Jungen zum Ritter. Unsere Hoffnungen werden jedoch nicht enttäuscht, als die beiden Hauptdarsteller ihrer Liebe freien Lauf geben. Am Ende zeigen sich die beiden Aufsichtführenden, auch Henker genannt, als gut gesinnt und lassen im Kerker mittelalterliche Klänge von einer für die Ritter unbekannten silbernen Scheibe erklingen.

 

Ach wie schön ist's doch im Mittelalter!