Aktivitäten

Sekten

Autoren: Amanda Konorza & Patrick Weinmann

 

Das Wort "Sekte" stammt vom lateinischen "secare", was soviel bedeutet wie "schneiden/abtrennen". Genau diese Handlung des Abtrennens von der Gesellschaft verbanden die Schüler der Projektgruppe "Sekten" mit dem Begriff Sekte. Außerdem fielen bei einer Sinnfeldsuche auch die Begriffe "Führer", "Gehirnwäsche", "Satanismus" sowie eine Reihe negativer Ausdrücke, welche die Richtung von vornherein angaben. Die Schüler der unteren Klassen (6./7. Klasse) wussten zunächst gar nicht so genau, was eine Sekte eigentlich ist und verbanden nur vage etwas eindeutig "Böses" damit. Die etwas älteren Teilnehmer aus der 10. Klasse wussten da schon besser Bescheid und diskutierten über verschiedene Sekten wie die amerikanische "Scientology" oder die "Zeugen Jehovas" sowie "Das universelle Leben". Die zum größten Teil katholische Gruppe lehnte die idealistischen Ideen der meisten Sekten entschieden ab, zumal sie auch über die Zwänge der Mitgliedschaft und insbesondere die Gefahren des Austritts informiert wurden. So gibt es genug Fälle in denen ehemalige Mitglieder von sogenannten friedlichen Sekten nach dem Austritt verfolgt wurden und Angst um Leib und Leben haben mussten. Anziehend und vor allem charakteristisch für eine Sekte sind, nach der Meinung der Schüler, besonders die einfachen Lösungen, welche in dieser Lehre für existenzielle Probleme angeboten werden. Von Problemen und Zweifeln geplagte Menschen finden in einer Sekte Zuflucht und Verständnis, merken aber dadurch oft erst zu spät, dass einer Sekte selten das Wohl des Menschen am Herzen liegt, als vielmehr ein viel perfiederes Ziel: die Abhängigkeit des Opfers von der Sekte. Durch hohe Mitgliedsbeiträge und übertriebene Folgekosten bereichern sich Sektenführer oft persönlich und dass dies sehr lukrativ sein kann, sieht man an der amerikanischen Scientology Sekte, welcher auch Prominente wie Nicole Kidman und Tom Cruise angehören. Die Schüler waren sehr interessiert an dem Thema und arbeiteten in kleinen Gruppen zusammen, in welchen jeweils verschiedene Fragestellungen bearbeitet wurden, zum Beispiel welche Sekten es gibt, was eine Sekte ausmacht und so weiter. Die Teilnehmer waren sich einig darüber, dass es mehr Aufklärung über die Gefahren einer Sekte geben sollte, da nun auch vermehrt junge Menschen angeworben werden und unaufgeklärt ein leichtes Opfer sind.