Aktivitäten
Das Sicherheitspersonal, kurz vor ihrem Einsatz

Abistreich 2008

"Ding, Dang, Dong - Wir unterbrechen für eine kurze Durchsage! Aus Sicherheitstechnischen Gründen wird der Schulbetrieb ab sofort ausgesetzt. Sämtliche Stegreifaufgaben sind ersatzlos gestrichen und zum Zerreißen freigegeben. Alle Schüler und Lehrer werden gebeten sich umgehend in der Turnhalle einzufinden. Das Sicherheitspersonal in den orangefarbenen Warnwesten begleitet Sie sicher dorthin. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!" - So oder so ähnlich tönte es heute morgen in der dritten Stunde, am 17.07.2008, in den Klassenzimmern und den Gängen. Das Ende der Durchsage hat vermutlich kein Schüler mehr mitbekommen. Es ist einfach untergegangen in den Jubelschreien über das vorzeitige Ende der vollkommen unerwarteten Extemporale. Und als dann noch das "Sicherheitspersonal" die Klassenzimmer stürmte und mit Gummibärchen und anderen Naschereien um sich schmiss war vermutlich jedem klar: Heute ist der Abiturstreich, auf den man schon lange gewartet hat. Der ein oder andere möge sich vielleicht gedacht haben: "Wie kann das sein, ich habe doch aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass der Abistreich erst am Dienstag stattfinden soll?" Das zeigt nur ein weiteres Mal, dass man Gerüchten nicht traufen darf, vor allem wenn sie absichtlich gestreut wurden!

Die Turnhalle, noch leer. Gut zu erkennen: Der Lehrerkäfig hinten links!

In der Turnhalle angekommen, fand die gesamte Schulgemeinschaft Platz zum Sitzen auf der Tribüne. Die ganze Schulgemeinschaft? Nein, nicht ganz, einer kleinen Gruppe, auch bekannt als die Lehrerschaft, wurde ein Ehrenplatz auf der anderen Seite der Turnhalle freigehalten, gut sichtbar von allen Seiten, eingezäunt um etwaige Fluchtversuche sicher zu verhindern! Doch die Lust auf ihr neues beschränktes Lebensareal fiel sehr schnell, vermutlich noch schneller, als die der Schüler auf Zusatznachmittagsunterricht. Aber da gab es ja zum Glück die Möglichkeit, die neue Heimat auch wieder zu verlassen. Im Duell allein, zu zweit oder im Team gegen eine Schülerauswahl konnte sich jede Lehrkraft freispielen. Um den großen Drang nach Freiheit auch nachgeben zu können, hat das "Sicherheitspersonal" in weiser Vorraussicht sich einige Spiele überlegt und vorbereitet.

Die gespannte Schulgemeinschaft auf den Rängen
Frau Lortz und Herr Bülow bei ihrem Ausbruchversuch: SingStar im Duett gegen eine Schülerteam
Die Kollegen beim Anfeuern und Mitsingen - Das gesungene Lied hieß übrigends "Skandal im Sperrbezirk".
Das belustigte "Sicherheitspersonal"
Das gegnerische Team der erbamungslosen Schülerschaft

In weiteren Spielen, wie Schwebebalken balancieren, Flossenfußball, Bobbycar-Rennen, Maßkrüge stemmen oder in einem Schätzquiz schafften der Großteil der Lehrerschaft sich mit respektabelen Leistungen aus ihrer Gefangenschaft zu befreien.

Während man noch fröhlich in der Turnhalle Spiele spielte, merkte kaum einer, dass das Sicherheitspersonal sich währenddessen einer weiteren Tätigkeit hingab. Die Errungenschaft der letzten Nacht, die fein säuberlich in Säcken in den Garagen der Schulnachbarn lagerte, wartete auf ihren Einsatz. Also wurden die 8000 bunten Luftballons, mal eben locker flockig in die Schule getragen und in den Gang zum Sekretariat gekippt. Das Ergebnis? Man sehe selbst...

Der "Füllstand" vor der Überflutung der anliegenden Räume
Auch die Lehrer hatten Spaß
Schüler beäugen kritisch die kindischen Verhaltensweisen des Sicherheitspersonals. Oder ist es doch der Neid, nur hinter der Tür zu stehen?
Was macht man, wenn das Sekretariat auf einmal voll mit Luftballons ist?
Genau! Man nutzt die Chance zum Dekorieren.
Auch einige anliegende Büros von Direktoratsmitarbeiterinnen mussten dran glauben. Frau Bliese nimmt es mit Gelassenheit!
Suchbild: Wer findet den falschen Luftballon zuerst?
"Wenn man doch nicht nur hinter der Tür stehen dürfte!"

Doch damit nicht genug. Das Sicherheitspersonal hat keine Kosten und Mühen geschäut, um den Tag der Lehrerschaft noch weiter zu versüßen und mit einem i-Tüpfelchen zu versehen. Man denkt, man habe alles überstanden, geht zum Parklatz, steigt in sein Auto, fährt los und ... muss wieder stehen bleiben weil ein Wall von Sandsäcken und Gehwegplatten die Ausfahrt versperrt. Ein kleines gelbes Schild mit der Aufschrift "Viel Erfolg. Die K13" weist dezent darauf hin, dass es wieder Aufgabe der (ehemals) Eingesperrten ist, den Wall wegzuräumen, falls man es nicht riskieren will, mit dem eigenen Auto unter großem Gelächter im Blumenbeet stecken zu bleiben. Manch einer entschied sich dann doch erstmal wieder ins Lehrerzimmer zugehen und es den Anderen zu überlassen, sich einen Weg durch die Barriere des "Sicherheitspersonals" zu bahnen.

(hb)